Solarcampus - Effizienz gewinnt!

Effizienz durch Energiemonitoring

Eine nachhaltige Reduktion von Energieverbräuchen und -kosten erfordert auch eine Verhaltensänderung der Gebäudenutzer. Darüber hinaus muss der Betrieb vorhandener gebäudetechnischen Anlagen (z.B. für Lüftung und Klimatisierung) auf deren Bedürfnisse angepasst werden. Voraussetzung eines kontinuierlichen Optimierungsprozesses, mit dem Ziel einer dauerhaften Energieverbrauchsreduktion, ist in beiden Fällen die stetige Messung und Rückkopplung der Verbräuche um die Auswirkungen von Verhaltensänderungen und Anlagenregelung nachvollziehen zu können.

Das Monitoring beinhaltet das Erfassen und Speichern von Messwerten, das Vergleichen der Messwerte mit Grenzwerten

und das Visualisieren in Anzeigen, in Tabellen, Diagrammen oder in Grafiken.“ [VDI 4602-1]

 

                              
                               Zweck und Nutzen einer Energieverbrauchsrückkopplung

Bei einer Gegenüberstellung zwischen Gesamtkosten und installierten Zählern (siehe folgende Abbildung), offenbaren sich große Unterschiede zwischen den Universitätsstandorten. Während an vielen Standorten ein ähnliches Verhältnis zwischen Kosten und Zählern herrscht, weicht das AVZ deutlich davon ab. Hier sind relativ betrachtet um den Faktor drei bis vier weniger Zähler vorhanden als an den meisten anderen Standorten. Ein tendenziell ähnliches, wenn weniger ausgeprägtes Bild ergibt sich an den Standorten Kunsthochschule und am Brüder-Grimm-Platz. Allerdings wird der Standort AVZ im Rahmen des Baustrukturkonzeptes mittelfristig aufgelöst. Zusätzlich ist der Standort Holländischer Platz von besonderem Interesse, da es sich um den mit Abstand größten Standort handelt.  

 
     Gegenüberstellung von Gesamtkosten und Zählern

 

Für energetische Analysen ist es von großer Bedeutung, die Energieflüsse auch innerhalb eines Gebäudes zumindest in den Grundzügen nachvollziehen zu können. Hierfür ist es sehr hilfreich, wenn die Gebäude bei Wärme und Strom mit Unterzählern ausgestattet sind, die in der Summe systematisch den gesamten Verbauch erfassen. Auf diese Weise ist z.B. möglich, Hauptverbraucher zunächst zu identifizieren und anschließend deren Verbräuche zu analysieren. Die folgenden Grafiken zeigen exemplarisch, wie in der Bibliothek und im Hörsaalzentrum Süd 93% des Wärme- bzw. 91% des Stromverbrauchs nachvollzogen werden können. Das solarcampus-Team empfiehlt die systematische Nachrüstung des übrigen Gebäudebestandes mit Zählern anhand dieser Beispiele.

 

             
     Gute Erfassung von Energieströmen in der Bibliothek und dem Hörsaalzentrum Süd

 





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