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Grobanalyse

Im Rahmen einer Grobanalyse der Liegenschaften der Universität Kassel wurde der Endenergieverbrauch unterteilt nach Energieträgern ausgewertet und den einzelnen Standorten und Gebäuden zugeordnet. Darauf aufbauend wurden spezifische Verbrauchskennzahlen erstellt und mit Benchmarks verglichen. Aus den Ergebnissen wurde eine Potenzialabschätzung abgeleitet.

Im Vergleich mit anderen Hochschulen zeigte sich, dass die Universität Kassel insgesamt relativ niedrige thermische und elektrische Verbrauchskennwerte aufweist, sowohl bei den flächenspezifischen als auch bei den auf die Anzahl der Studierenden bezogen Größen. Die Ursache hierfür liegt einerseits in dem relativ jungen Gebäudebestand und andererseits dem  unterdurchschnittlichen Anteil von Fachrichtungen mit hohen technischen Anforderungen (Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Medizin). Auf Gebäudeebene ergab sich für die spezifischen Energieverbrauchswerte ein sehr heterogenes Bild. Insgesamt zeigen die meisten Gebäude aber plausible Werte ohne Auffälligkeiten und bewegen sich in der Größenordnung typischer Referenzwerte. Dies führt zu dem Schluss, den Fokus im Rahmen weiterer Detailanalysen auf die Großverbraucher zu legen.

Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass die wirtschaftlich erschließbaren Energieeinsparpotenziale sowohl beim thermischen als auch beim elektrischen Energieverbrauch signifikant sind. Auf Grundlage der endenergetischen Benchmarks werden diese für den gesamten Gebäudebestand der Universität Kassel mit mindestens 10% des momentanen Verbrauchs an Fernwärme und Brennstoffen sowie und mindestens 15% des aktuellen elektrischen Energieverbrauchs abgeschätzt.

 

           
       Spezifische elektrischer Energieverbrauch von Gebäuden der Universität Kassel im Vergleich zu Referenzwerten

 

             

        Spezifische thermischer Energieverbrauch von Gebäuden der Universität Kassel im Vergleich zu Referenzwerten

 



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