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Uni Kassel in Zahlen

Gebäudebestand

Der Gebäudebestand der Universität Kassel verteilt sich auf insgesamt sieben Liegenschaften im Kasseler Stadtgebiet sowie zwei weitere in der Ortschaft Witzenhausen. Derzeit werden rund 85 Gebäude mit einer Nettogrundfläche von knapp 300.000 m² durch die Universität genutzt. Knapp 40% der Gebäude bzw. rund 45% der Gebäudeflächen sind am Standort Holländischer Platz zu finden. Es folgen der Standort AVZ mit etwa 20% der Flächen sowie die ehemalige Ingenieurschule und die Kunsthochschule mit jeweils rund 10%.

Aktuell plant die Hochschule sich baustrukturell neu auszurichten. Der Hintergrund dieses Konzeptes ist die geplante Verlagerung der am Standort Heinrich-Plett-Straße untergebrachten Fachbereiche und Einrichtungen an den Zentralstandort der Universität am Holländischen Platz. Dazu hat das Land Hessen im Jahr 2003 das unmittelbar nördlich an den Campus Holländischer Platz angrenzende Gottschalkgelände als Bauerweiterungsfläche für die Universität erworben. Der Grund für die Verlagerung sind gravierende qualitative und bauliche Mängel am Gebäudebestand Heinrich-Plett-Straße, der maßgeblich aus den frühen 1970er Jahren stammt.

Energieverbrauch

Der Energieverbrauch der Universität Kassel belief sich im Jahr 2010 auf insgesamt 33,6 GWh an Fernwärme, Erdgas und sonstigen Brennstoffen sowie rund 22,5 GWh an elektrischer Energie. In der Summe ergibt sich somit ein Endenergieverbrauch von gut 56 GWh

                   
                    Endenergieverbrauch des Jahres 2010 unterteilt nach Energieträgern

Aus der Entwicklung der letzten Jahre werden zwei gegenläufige Trends ersichtlich. Einerseits sank der Wärmeverbrauch zwischen 2002 und 2010 witterungsbereinigt kontinuierlich um ca. 2% pro Jahr. Andererseits stieg im gleichen Zeitraum der Verbrauch an elektrischer Energie kontinuierlich um etwa 3,3% pro Jahr an. Dies hat seine wesentliche Ursache in der zunehmenden Ausstattung der Fachbereiche und zentralen Einrichtungen mit Computerarbeitsplätzen und Serverräumen sowie mit raumlufttechnischen Anlagen. Die parallel durchgeführten Maßnahmen zur Stromeinsparung, wie etwa der im Zuge der Instandhaltung systematische Austausch von veralteten Beleuchtungssystemen, wurden somit zum Großteil kompensiert. Eventuell könnte auch eine erhöhte Auslastung der Gebäude einen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen haben.

Energiekosten

Vor dem Hintergrund relativ konstanter Verbrauchswerte unterstreicht die Entwicklung der Energiekosten der letzten Jahre die zunehmende Bedeutung von Energiesparmaßnahmen. Wie die Abbildung zeigt, sind die Kosten im Zeitraum 2002 bis 2010 von rund 3,2 Mio. Euro auf 6,4 Mio. Euro angestiegen, was einer Steigerung der Energiekosten von über 90% innerhalb von acht Jahren bzw. von mehr als 8% pro Jahr gleichkommt.
    
             Energiekosten der Universität Kassel von 2002 bis 2008 nach Energieträgern (brutto inkl. Mehrwertsteuer)

 



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